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Speicherproblematik bei Vollbelegung / Vollbestückung!


Elprincipal

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Auf vielfachen Wunsch mittlerweile eine kleine Info zum Thema Vollbestückung des Mainboards.

 

Mal ganz ab von der netten Optik die ein vollbestücktes Mainboard mit sich bringt ist die Leistung auch sehr effizient. Man sollte hier aber bedenken das mehr als 4 GB nur in speziellen Anwendungen und simultanen Berechnungen wirklich Sinn ergeben. Bei Spielen oder normalen Anwendungen ist mehr Ram nicht leistungssteigernd.

 

Ramspeicher belastet zum einen den Ramcontroller der für maximal 4 Speicher nach aktueller JEDEC Spezifikation ausgelegt ist. Man berücksichtige das sich dies auf die aktualität nach Releasetermin richtet.

 

So ist bspw. bei einem LGA775 ASUS Commando der JEDEC für 4x 1GB 667 Ram vorgesehen - mit viel Anpassungsarbeit und Glück sind 4x 1GB 800 Ram möglich. 2x 2GB 667 wären ebenso am Limit wie 4x 1GB 667.

 

Während bei einem LGA 1366 Biostar X58 6x 2GB 1066MHZ laut JEDEC vorgesehen sind und auch laufen. 6x 2GB 1333MHZ sind mit einigen Anpassungen verbunden.

 

Verwendet man nun Speicher der entweder mehr MHz hat, schnellere Timings aufweist oder pro Riegel mehr Kapazität fährt und evtl. sogar mehr Spannung als die Referenzspannung bedarf, dann überlastet man schon die Technik über den vom CHiphersteller vorgesehenen Wert, sei es nun der Bridgechipsatzhersteller oder Prozessorenhersteller, wo sich im ggf. der Controller für den Ram nunmal befindet.

 

Natürlich versprechen Mainboardhersteller viel, dies liegt aber sehr engen Parametern zu grunde und ist für den Kunden oft nicht ersichtlich genug. Hier liegt das Defizit eindeutig bei den Mainboardherstellern in deren Informations- und Präsentationspolitik.

 

Erschwerend kommen dann noch für die Funktion die Aufbauten des Mainboardherstellers zu tragen... Wie hoch die Qualitativen Komponenten sind, die für die Spannungsversorgung der Baugruppen verantwortlich sind, die Spannungswandler und Phasen. Viele Mainboardhersteller gehen sogar bei teureren Boards bei und binden die Chipsätze oft nur mit 50 bis 75% der Stromphasen an die im Prinzip zur verfügung stehen, seitens des Chipsatzes.

Andere Mainboardhersteller stellen zu wenige Phasen für die CPU zur Verfügung obwohl diese mittlerweile auch oft den Speichercontroller inne hat. Manchmal werden auch viele Phasen angeboten jedoch sind diese zu unterdimensioniert was für Spannungsschwankungen sich sehr anfällig präsentiert und so zu Instabilität führt.

 

Neben diesen ganzen kriterien muss man auch begreifen das Ramsatbilität absolut von der Systemstabilität abhängt und diese ganz klar vom BUS oder auch Datenkanal maßgeblich diktiert wird. Achtung! Wer jetzt denkt "ich hab keinen FSB" der irrt, ein FSB ist nur eine Art von BUS, jedes System besitzt Ihn, ob er nun BCLK, FSB, MHT oder anders genannt wird ist grundlegend egal. Es ist die Systemschnittstelle die für die eigentliche Hauptdatenkommunikation zwischen CPU-RAM-CHIPSET-GRAKA verantwortlich ist. Unabhängig davon welche der Komponenten, welche Aufgabe erfüllt etc. ist diese BUS das entscheidende K.O. Kriterium für ein stabiles System.

 

Wodurch wird dieser BUS belastet:

menge der CPU Kerne

MHZ der CPU Kerne

Menge der RAM Riegel

MHZ der RAM Riegel

CLOCKING der RAM Riegel

BUS Taktungsverhältnis zur CPU selbst (overclocking)

Multiplikator der CPU

Spannung der NB

Spannung der SB

Spannung des RAM

Spannung der CPU

Konterspannung der Ram zur eindämmung von Signalschwankungen

Konterspannung der CPU zur eindämmung von Signalschwankungen

Spannung des BUS

Menge der Datenträger

Menge der Onboard Controller

Menge der USB Geräte

Menge der Grafikkarten

Stabilität des Netzteiles für die dafür erforderlichen Lanes (nicht die Gesamtleistung des Netzteils) - hier trennen sich klar die Highend Netzteile von den günstigen Wiedersachern ab...

 

Dies alles ist die Belastung des BUS.

 

Ich gebe hier mal ein Beispiel vor:

 

ASUS Maximus II Formula (P45):

 

Habe ich 4x2GB 1066MHZ Dominatoren DDR2 belasten diese den Bus wie folgt:

(Menge der Riegel)*(MHZ der Riegel)*(Belastungskoefizzient=1GB=1,1/2GB=1,2/3GB=1,3/4GB=1,4....etc.)

Dies ergibt bei den genannten Werten: (4x1066)x1,2 = 5120Mhz gerundet)

 

Ich belaste also den Ramcontroller und den Bus mit 5,1 GHz. Das ist jede Menge! Im Vergleich dazu würde das auf einem DDR2 800 System nur 3,8 GHz bedeuten!

 

Als nächstes kommt die CPU:

 

Habe ich einen Dual Core bei 3,33 GHz so belaste ich den BUS logischerweise um 6,66 GHz.

 

Bei einem Quadcore hingegen um 13,3 Ghz was denke ich klar erkenntlich macht weshalb sich ein Quadcore stark auf die zur Verwendung mögliche Menge und die zur Nutzung mögliche Gewschwindigkeit des Rams auswirkt.

 

Je nach dem wie gut das Mainboard ist und wie fortgeschritten der Chipsatz und die restliche Basis des PC's ist, wird der Bus bis zu einem dynamischen Grenzwert hin stabil bleiben, überschreitet man diesen Wert, egal ob durch die Ramwerte, die CPU Werte oder die anderen Einflußfaktoren, so wird der Bus instabil und bricht im äußersten Fall sogar zusammen - ähnlich einer Glühbirne bei der Man die Voltzahl expotentiell nach oben steigert, irgendwann überschreitet man die Grenze an der das Material stark abbaut (hoher Verschleiss) und wenn man dann weiter aufdreht, brennt irgendwann der Faden durch.

 

Rechnet man nun diese Werte zusammen bekommt man sehr anspruchsvolle Werte. Die Voltage der CPU und des Rams hingegen belasten die EPU Engine und das Motherboard selbst bzw. im Endeffekt das Netzteil. Eine stabile und dauerhafte Spannungsversorgung ist aber das A und O. Ist diese nicht außreichen oder zu instabil, bedeutet dies Schwingungen im Sinus und das bedeutet das der BUS ungleichmäßigen Datenfluss nur sicherstellt. Das Ergebnis hier ist dann das irgendwann Datenpakete fehlen oder fehlerhaft sind = System friert ein, rechner startet neu oder geht aus (Power off after failure).

 

Die Clockings vom Speicher hingegen belasten weniger den Bus als mehr die Zugriffsabfragen auf den Datentransfere, sind diese unplausibel, führt dies zu Bluescreens. Sind die Timings zu scharf kann es vor den Bluescreens auch zur Überhitzung des Rams oder auch des Speichercontrollers kommen, was im schlimmsten Fall dessen ableben bedeutet, also je nach Bauart das Ableben der CPU oder des Mainboards.

 

Ich hoffe der Text erklärt gut in welchem Zusammenhang die verschiedenen Facts stehen und beantwortet einige Fragen. Sollte dennoch Fragetechnisch etwas offen sein in Form von "weshalb das so" oder "wieso hängt das davon ab" ... einfach fragen ;)

 

Ich denke auch das es recht gut erklärt weshalb viele Speicherhersteller davor zurückschrecken 8GB oder 12GB Kits unbedacht auf den Markt zu schmeissen und erst gründliche und langwierige Tests fahren bevor Sie diese Kits freigeben. Außredem sollte es erklärend dafür sein wieso ein Speicherhersteller bei solch vielen Variablen keine Garantie für das Zusammenspiel mehrerer Kits übernehmen kann.

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